02.10.2025
🌐 Schnelles Internet & Bürgerbegehren: Das Wichtigste aus der letzten Marktgemeinderatssitzung

Breitbandausbau: Fortschritte, aber auch Ausnahmen

Die Telekom hat angekündigt, in diesem Jahr mit dem eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau in Schwanstetten zu beginnen. Das ist eine gute Nachricht für viele Haushalte und Betriebe.

Allerdings wird nicht jedes Gebiet berücksichtigt:

  • Im nördlichen Teil von Leerstetten und im Ortszentrum kann die Telekom derzeit keinen Glasfaserausbau leisten.
  • Grund dafür sind die gestiegenen Baukosten sowie die Tatsache, dass dort bereits andere Anbieter wie Vodafone/Kabel Deutschland aktiv sind.
  • In Schwand läuft parallel ein gefördertes Ausbauprojekt.

Positiv: Einige Betriebe profitieren direkt – etwa die Firma Kremer und die Firma Pröchel, die laut Telekom einen Glasfaseranschluss erhalten.

👉 Fazit: Schwanstetten bleibt beim Thema schnelles Internet auf Kurs, auch wenn noch nicht alle Bereiche sofort profitieren.


Bürgerbegehren „Gegenwind“: Einstimmige Ablehnung

Das zweite große Thema war die Entscheidung über das Bürgerbegehren der Initiative „Gegenwind Wendelstein-Schwanstetten“. Ziel des Begehrens war ein Bürgerentscheid unter dem Titel „Ja zum Schutz des Trinkwassers und der Erholungslandschaft“.

Der Marktgemeinderat lehnte das Begehren einstimmig ab. Die Gründe:

  • Die Fragestellung war unklar – es blieb offen, ob es um Windkraft, den allgemeinen Naturschutz oder Vogelschutz geht.
  • Zudem lagen rechtliche Mängel vor. Eine Überprüfung ergab, dass das Begehren in dieser Form nicht zulässig ist.

Damit ist klar: Ein Bürgerentscheid zu diesem Thema wird nicht stattfinden.


Stimmen aus der Diskussion

  • Ron Gürtler: „Zum Breitbandausbau ist vieles selbsterklärend – der Ausbau läuft. Das Bürgerbegehren konnte ich nicht unterstützen, da es mit falschen Argumenten gearbeitet hat.“
  • Jürgen Kremer: „Den Ausbau von schnellem Internet unterstütze ich natürlich. Beim Bürgerbegehren gab es einen Formfehler.“
  • Alexander Sporer (Bürgermeisterkandidat): „Beim Breitbandausbau geht es in Schwand und Leerstetten voran, einzelne Straßenzüge sind jedoch nicht im Plan, weil dort andere Anbieter bereits Leitungen haben. Zum Bürgerbegehren: Die Fragestellung war zu unklar, rechtlich blieb keine andere Wahl als die Ablehnung.“