24.03.2019
Politischer Frühschoppen der Freien Wähler

Schwanstetten – Die Freien Wähler schauen mit klaren Zielen, klarem Profil und klaren Werten auf die politischen Herausforderungen des kommenden Jahrzehnts. „(M)ein Schwanstetten mit hoher Wohnqualität, das Beste für unsere Kinder, große Familienfreundlichkeit und enorme Wertschätzung für unsere Senioren“, formulierte Vorsitzender Peter Weidner das Leitbild der Freien Wähler beim Politischen Frühschoppen im Sportheim des 1. FC Schwand.

In einem ersten Teil wurden durch den Bezirksvorsitzenden Steffen Schmidt aus Möhrendorf, den Bezirksgeschäftsführer Martin Maier aus Lauf und den Kreisvorsitzenden Hermann Kratzer aus Greding 12 Ehrungen des Landesverbandes Bayern vorgenommen, die Kratzer und Schmidt mit Grußworten abschlossen.

Zwei Urgesteine der Freien Wähler erhielten das Ehrenzeichen des Landesverbandes in Platin.

Mathias Zeh trat im Jahr 1964 den Freien Wählern Schwand bei. Sieben Mal trat er für die Freien Wähler bei Kommunalwahlen an. Er kandidierte bereits 1972 und 1978 für den Marktgemeinderat. 1984 erreichte er das erste Mal ein Mandat im Marktgemeinderat. In diesen Zeitraum wurde die Gemeindehalle gebaut. Auf sein Betreiben hin wurde der in der Planung vorgesehene Einbau einer Scherenkegelbahn gestoppt und eine Sportkegelbahn durchgesetzt, ein Beispiel seiner nachhaltigen Politik. Nachdem er 1990 den Einzug in den Rat knapp verpasste, schaffte er 1996 wieder den Sprung in den Marktgemeinderat und wurde von seiner Fraktion zum stellvertretenden Fraktionssprecher gewählt. Bei den Kommunalwahlen 2002 und 2008 kandidierte er nochmals auf der FW-Liste.  Mathias Zeh war natürlich auch 1995 Gründungsmitglied der Freien Wähler Schwanstetten.

Richard Hetzelein trat 1979 den Freien Wählern bei. Er kandidierte sechs Mal für den Marktgemeinderat, dem er 18 Jahre von 1996 bis 2014 angehörte. Dafür erhielt er die kommunale Verdienstmedaille in Bronze. Für den Kreistag kandidierte er fünf Mal von 1990 bis 2014. Mitte der achtziger Jahre bis 2001 war er Vorsitzender der Freien Wähler Leerstetten, beziehungsweise ab 1995 Schwanstetten. Bis 2018 war er stellvertretender Vorsitzender und bis dato Beirat.

Zukunftspapier „2020 – unsere 10 Grundsätze – (M)ein Schwanstetten. Zukunft. Jetzt.“

In einem zweiten Teil wurde das Zukunftspapier „2020 – unsere 10 Grundsätze – (M)ein Schwanstetten. Zukunft. Jetzt.“ vorgestellt. Die Freien Wähler achten streng auf politische Kultur und arbeiten konstruktiv mit allen Gruppierungen zusammen. Das Beste für unsere Kinder gehört zu den obersten Leitzielen. Jedes Kind, jede Familie soll die passende Beschulung im Grundschulalter wählen können: Regelschule, offene Ganztagsschule, gebundener Ganztagszug oder Regelschule plus Hort. Bei den zukünftigen Baugebieten wird ein Einheimischen-Modell mit kommunaler, finanzieller Unterstützung (Baukindergeld) favorisiert. Die Freien Wähler haben großen Respekt vor unseren Senioren und dem hervorragenden ehrenamtlichen Engagement des Seniorenbeirates und der Nachbarschaftshilfe. Der von allen Fraktionen angedachte Bau einer barrierefreien Wohnanlage im Bereich des Ortszentrums mit Demenz-WG, ambulanter betreuter Wohngemeinschaft, eventuell einer Arztpraxis und Begegnungscafé steht auf der Prioritätenliste ganz weit oben. Ein „Kümmerer“ mit sozialpädagogischen und organisatorischen Aufgaben und ein Gästeappartement wären sinnvoll.  Dieses Pilotprojekt soll nach Bedarfslage in Schwand und Leerstetten fortgesetzt werden.

Innovative Schritte für die Weiterentwicklung der Gemeinde einleiten

Belastbare Zahlen zur Prognose der Bevölkerungsentwicklung Schwanstettens liefern ganz aktuell das Landesamt für Statistik in Bayern und der Wegweiser Kommune der Bertelsmann-Stiftung. Beide gehen von einer relativ stabilen Bevölkerungszahl von 7 200 bis 7 300 aus. Hier beginnt jetzt das Handlungsfeld der Kommunalpolitik die richtigen innovativen Schritte einzuleiten. Beide Prognosen besagen, dass der Anteil der 18 bis 65-jährigen Bevölkerung sinkt, der Anteil der über 65-Jährigen steigt circa um die gleiche Zahl. Schwanstetten ist ein zentraler Ort im Verdichtungsraum der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen-Schwabach-Wendelstein. Mit der offensiven Ausweisung von Wohnbauflächen von mindestens 10ha könnte das ehrgeizige Ziel von 8000 Einwohnern in 10 bis 15 Jahren erreichbar sei. 2003 hatte Schwanstetten mit 7513 die höchste Einwohnerzahl (Quelle: Statistisches Landesamt). Der Prozess setzt ein Wohnraummanagement, eine Forderung der Freien Wähler seit Jahren, mit Innenentwicklung und Baulückenanalyse voraus. Bei Renovierungen von Leerständen in den Ortskernen oder im Altbestand sind ähnlich der „Hofheimer Allianz“ kommunale Fördergelder denkbar. Erlöse aus Grundstücksgeschäften sollten zum Teil direkt für die Familienförderung verwendet werden.

Maßvolle Gewerbeansiedlung - parkähnliche Entwicklung ist vorstellbar

Eine maßvolle Ausweisung von Gewerbeflächen, möglich auch westlich von Schwand, sollte genügen. Ein großer Teil der Verkehrsströme würde über die B2 laufen. Die Nachbarorte Wendelstein und Rednitzhembach verfügen über große verkehrsgünstigere Gewerbeflächen. Allersberg plant an der Autobahn ein Gewerbegebiet mit 42 ha. Die unendliche Geschichte im Wochenendgebiet muss beendet werden. Die Seerosenteiche verdienen besonderen Schutz. Die Beiträge für die Entwässerung müssen sozialverträglich sein. Der Flächennutzungsplan muss Klarheit schaffen. Das beschlossene Trenngrün zwischen Schwand und Leerstetten muss positiv genutzt werden. Eine parkähnliche Entwicklung ist vorstellbar.

Qualität der Infrastruktur steigern

Die Qualität der Infrastruktur muss ständig geprüft und gesteigert werden. Die Verbindungstraße Schwand-Mittelhembach muss ausgebessert werden. Hembach, Kanal und Schleuse verdienen mehr kommunale Aufmerksamkeit. Die Richard-Seidler-Idee aus 2008 und die Idee aus der Zukunftswerkstatt „Badeweiher“ verdient volle Unterstützung. Die Glätzer-Weiher wären ein ausgezeichneter Standort. Der Platz vor dem Margaretenhof soll umgestaltet werden.

Wir wünschen uns mehr Blumenschmuck auf unseren öffentlichen Flächen: Blumenstetten lautete der Slogan bereits 2008! Blümchenwiesen und Blühstreifen auf öffentlichen Flächen unterstützen die Artenvielfalt.

Vereine sollen kommunal gefördert werden

Die Vereine prägen das gesellschaftliche Miteinander in Schwanstetten und müssen kommunal gefördert werden. Die Vereinsförderung sollte regelmäßig angehoben werden. Die Jugend sollte gemeindliche Räume kostenfrei nutzen können. Die angedachte Feuerwehrzentrale sollte möglichst bald mit einem groben Zeitplan versehen werden.

FW-Stammtisch - Freie Wähler suchen das Gespräch mit den Bürgern

Mit diesen grundsätzlichen Thesen wollen die Freien Wähler mit einer Reihe von kommunalpolitischen Stammtischen mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen und das Thesenpapier fortlaufend weiterentwickeln.


 

Ehrungen