Seiteninterne Navigation

Freie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband Bayern

Navigation

 

Aktuelles

Unser Bundestags-Kandidat 2017

weiterlesen

Ganztagesschule in der Zeitung

weiterlesen

Einladung Neujahresempfang 2017

weiterlesen

Halbtags- oder Ganztagsschule?

weiterlesen


Seiteninhalt

Halbtags- oder Ganztagsschule?

Halbtag oder Ganztag

 

Der Marktgemeinderat Schwanstetten soll in seiner Sitzung am Dienstag entscheiden, ob in der Grundschule weitere Schritte in Richtung gebundener Ganztagszug gemacht werden oder ob es auch in Zukunft bei der Halbtagschule bleibt. Die Freien Wähler Schwanstetten sehen dieser Entscheidung mit großer Sorge entgegen: „Es gibt auf allen Ebenen ein Informationsdefizit! Wir sind gegen eine endgültige Entscheidung in der nächsten Sitzung“, resümierte der Fraktionssprecher und Vorsitzende Peter Weidner die interne Diskussion.

Das Kind steht im Mittelpunkt

Bei allen Entscheidungen sollten die Schulkinder immer im Mittelpunkt stehen. „In welcher Beschulungsform kommen mehr Erziehung, mehr Unterricht, mehr Pädagogik beim Kind an?“ lautet eine der zentralen Fragen. In der gebundenen Ganztagsklasse stehen pro Unterrichtswoche zwölf Lehrerstunden zusätzlich zur Verfügung. Zusätzlich stellt der zu suchende Kooperationspartner, der aus einer der bestehenden Einrichtungen in Schwanstetten kommen könnte, circa acht Stunden päd. Personal  für jede Ganztagsklasse zur Verfügung. Der Einsatz der Förderlehrerin kann dieses Kontingent noch ergänzen. Hinzu kommen Angebote im musischen und sportlichen Bereich örtlicher Vereine und Anbieter, die ebenfalls im Ganztagsangebot vorstellbar sind. Dieses Angebot der gebundenen Ganztagsklasse sollten die Eltern mit den bisherigen Betreuungsformen vergleichen können.

Der gebundene Ganztag ist kostenfrei

Die gebundenen Ganztagsklassen sind kostenfrei. Die Markgemeinde zahlt an die Träger der Horte pro Schüler 900.-€. 127 Grundschulkinder besuchen im Augenblick unsere Horte. 5000.-€ muss die Kommune pro gebundene Klasse aufwenden. Der Kooperationspartner erhält 6000.-€ pro Klasse, das er für pädagogisches Personal neben den bereits erwähnten Lehrerstunden aufwenden kann.

Gebundener Ganztag ist ein Fortschritt

Deshalb ist es nicht nachvollziehbar, warum ein Ganztagsbetrieb unter Leitung der Schule ein Rückschritt sein soll. Die Schüler, die jetzt von Schule und Hort betreut werden, gehen im Prinzip zur gleichen Zeit in die gebundene Ganztagsklasse mit mehr Raumangebot, mit mehr Personal, mit mehr Lehrerstunden unter dem Dach der Grundschule. Die Schule sollte mit ihrem qualifizierten Personal in der Lage sein, einen gebundenen Ganztagsbetrieb zum Wohle unserer Kinder zu organisieren. Klaus Wenzel, Präsident der Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes sieht für den gebundenen Ganztag vor allem das didaktische Motiv im Vordergrund. Gebundener Ganztag ist mehr als Halbtagsschule mal zwei. Schule muss sich zu einem Lern- und Lebensraum weiter entwickeln, der attraktiv ist.  Die Lernqualität ist in einer Ganztagsschule ist eine andere als in der Halbtagschule und zum zweiten steht die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes im Vordergrund. Schule hat mehr Zeit für das einzelne Kind. Nicht jedes Kind ist aber uneingeschränkt für den Ganztag geeignet. Eltern müssen durch die Schule beraten werden, welcher für das einzelne Kind der beste ist.

Schulleitung und Lehrerkollegium stehen vor neuen Herausforderungen

Der gebunden Ganztag stellt auch Schulleitung und Lehrerkollegium vor die Herausforderung, einen rhythmisierten Ganztag zu gestalten, der dem Alter der Kinder gerecht wird. Wenn die Schüler nachmittags die Ganztagschule verlassen, beginnt im Regelfall die Familienzeit oder Freizeit.

Zu dieser Erkenntnis sind schon einige andere Landkreisschulen gekommen und bauen so ihre Pflichtschule  mit gebundenem Ganztag zu einem Standortfaktor eines familienfreundlichen Wohnortes  aus.

Eltern müssen informiert und beraten werden

Deshalb halten es die Freien Wähler für erforderlich, dass die Eltern intensiv informiert werden, um sich dann im nächsten Schritt objektiv bei einer Bedarfserhebung entscheiden zu können. Bisher fehlt den Beteiligten die Vergleichsmöglichkeit. Sollte ein Bedarf entstehen, sollten Marktgemeinde, Schulleitung, Lehrerkollegium, Schulamt und Eltern an einem pädagogischen Konzept zum Wohle unserer Kinder, zum Wohle des Schulstandortes Schwanstetten arbeiten.

Raumangebot ist bereits jetzt gut

Bereits jetzt verfügt die Grundschule Schwanstetten über ein Raumangebot, das eine Ganztagsschule möglich macht. Die nahegelegene Gemeindehalle könnte in das Konzept mindestens von 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr mit eingebunden werden. Die Mitnutzung der Räume des Hortes in der Grundschule wäre in den Vormittagsstunden bestimmt organisierbar.  Ab 13.00 Uhr stehen einem Ganztagsbetrieb mit maximal 100 Schülern in vier Ganztagsklassen das gesamte Schulgebäude und die großzügigen Außenanlagen zumindest während der warmen Jahreszeit zur Verfügung. In der kalten Jahreszeit wäre das unter Umständen die Gemeindehalle. Die Investitionskosten einer Mensa sind für circa 100 Kinder die in bis zu vier Schichten bzw. vier Klassen zum Essen gehen überschaubar. Bei einer anstehenden Sanierung könnte das bestehende Raumangebot für eine zukünftige Ganztagsschule optimiert werden.

Die Verwaltung sollte weitere Schritte einleiten

Die Freien Wähler sind der Meinung, dass es wichtig ist, die Verwaltung zu beauftragen, weitere Informationen einzuholen, um bei dieser wichtigen Entscheidung, sachgerecht entscheiden zu können.

Die Eltern sollen in Zukunft frei wählen können: Ist für mein Kind der gebundene Ganztag, die Halbtagsschule und Hort oder nur die Halbtagsschule die passende Beschulungsform? Die Freien Wähler schlagen folgende Schritte vor: Ausführliche Information, Bedarfserhebung, eventuell Ausarbeitung eines Konzeptes, termingerechte Antragstellung im Frühjahr 2015, Start mit einer oder zwei gebundenen Klassen im September 2015. Unsere Kinder sollten uns diese intensive Auseinandersetzung mit dem Thema wert sein.

 

gez.

Peter Weidner,

FW-Fraktionssprecher