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Schwanstetten braucht Zukunft!

Eine politische Momentaufnahme im Jahr 2012

Schwanstetten – In unserer Marktgemeinde läuft Vieles gut. Die Bürgerinnnen und Bürger sind zufrieden. Es gibt aber doch eine Reihe von Dingen, die besser laufen könnten, die wir verändern müssen, damit wir auch in Zukunft unsere Lebensqualität sichern können.

Eine kurze Bestandsaufnahme

Die Nähe zu Nürnberg, Schwabach und Roth einerseits und die zentrale Lage zu den fränkischen und bayrischen Naherholungsgebieten machen den Reiz unserer ländlichen Marktgemeinde aus. Wir vereinen die Vorzüge der Großstadt mit den Vorteilen der ländlichen Strukturen.

In Schwanstetten gibt  es eine Verwaltung, die in den letzten 20 Jahren auf einem nahezu gleichbleibenden Niveau und Personalstand alle notwendigen Aufgaben erfüllte. Die sparsame Haushaltsführung, die in den letzten beiden Jahrzehnten auf große Investitionen verzichtete, versetzt uns bei einer Prokopfverschuldung von unter 150.- € in die Lage, über größere innovative Maßnahmen nachzudenken. Das Vereinsleben ist sehr gut organisiert und das bürgerliche Engagement nach meiner Meinung überdurchschnittlich gut. Wir haben drei aktive Kirchengemeinden, die ihren gesellschaftlichen Aufgaben für alle Altersstufen wahrnehmen. Jugendbeirat und Seniorenbeirat versuchen ihrem großen Aufgabengebiet gerecht zu werden. Unsere Grundschule wird von einer aktiven Schulfamilie und der Marktgemeinde immer unterstützt und mit dem notwendigen Sachaufwand ausgestattet. Weiterführende Schulen sind in breiter Auswahl vorhanden. Sie sind mit Schulbuslinien gut zu erreichen. Die Bevölkerung hat die eingeschränkten Möglichkeiten des öffentlichen Personennahverkehrs akzeptiert. Die Anbindung an die Autobahn ist ausgezeichnet: einerseits weit genug weg, um von Lärmemissionen verschont zu bleiben und andererseits ist die nächste Autobahnauffahrt nur wenige Kilometer entfernt. Im Bereich der Kinderbetreuung ist in den letzten Jahren sehr viel geschehen: vier Kindertagesstätten, Hort und Mittagsbetreuung bieten den Familien eine Vielzahl von Betreuungsmöglichkeiten an. Die ärztliche Versorgung ist unter Einbeziehung unserer Nachbargemeinden und der Stadtnähe ebenfalls gut. Die Versorgungslage mit Gütern des täglichen Bedarfs ist für Bürger mit gesicherter Mobilität kein Problem. In der Gewerbepolitik und bei der Ansiedlung von neuen Betrieben gab es in den letzten Jahren kaum nennenswerte Bewegungen. Es gibt in den einzelnen Ortsteilen doch einen bemerkenswerten Leerstand an Wohnraum. Auf eine detailliertere Analyse soll an dieser Stelle verzichtet werden.

Insgesamt stellen wir fest, dass Schwanstetten über eine gute Infrastruktur mit einem ausgezeichneten bürgerschaftlichem Engagement verfügt. Unser Schwanstetten ist eine lebens- und liebenswerte Gemeinde.

Ohne konkrete Zielsetzung geht es nicht!

In Leerstetten, Schwand, Mittelhembach, Hagershof, Holzgut, Furth, Harm und im Ortszentrum  leben 7620 Einwohner (Stand Sept. 2011, Flyer zu den Bürgerversammlungen) Das Amtsblatt des Landkreises Roth (Nr. 18 vom 22. Nov. 2011) zählt in Schwanstetten 7348 Einwohner. Im Oktober 2004 haben wir mit 7882 Einwohnern den Höchststand erreicht (Powerpoint Bürgerversammlung vom 21. Nov. 2007 in der Gemeindehalle). Mit oder ohne Zweitwohnsitz: Wir haben in den vergangenen acht Jahren mindestens die Einwohnerzahl von Mittelhembach verloren.

Sollen wir weiter dem landesweiten Trend folgen und weiter schrumpfen? Oder sollen wir unsere politischen Entscheidungen so treffen, dass wir unsere Einwohnerzahl stabilisieren und mit Qualitätsverbesserungen ein leichtes Wachsen favorisieren. Die Antwort ist meiner Meinung nach klar: Ein moderates Wachsen ist unser Ziel! Die bisherigen Infrastrukturmaßnahmen sind auf eine Einwohnerzahl von  8000 ausgerichtet.

Wie können wir unser Ziel erreichen? Wo sehen wir Handlungsfelder für die Zukunft?

Unser politischer Sachverstand gibt uns die Handlungsfelder vor. Gemeinsam quer durch alle Parteien, Fraktionen, Vereine und gesellschaftlichen Gruppierungen können wir Vieles erreichen. Wir können zielgerichtete Entscheidungen nur treffen, wenn wir uns die demographischen Zahlen genauer anschauen. Die Bertelsmann-Stiftung legt  für alle Kommunen mit über 5000 Einwohnern im Internet unter www.wegweiser–kommune.de Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung bis 2030 vor. Schwanstetten ist laut Bertelsmann-Stiftung (Juli 2012) eine „Stabile Kommune im weiteren Umland größerer Zentren“ (Demographie-Typ 4).   Die Prognose sagt in den nächsten 18 Jahren einen Rückgang der Bevölkerung um 492 (-6,7%) voraus.

Unter der Zielsetzung eines gemäßigten Wachstums sollten wir uns ein zusätzliches Gutachten leisten, das auf unsere speziellen Schwerpunkte eingeht. Es geht um unsere Zukunft. Leider wurde dieses Gutachten in der Vergangenheit von der Mehrheit des Gemeinderates abgelehnt. Die aktuellen Zahlen sollten nach meinem Verständnis zu einem Umdenken führen. Das Bayerische Innenministerium hat anlässlich der Würdigung unseres Entwicklungskonzeptes 2030  auf diesem Umstand in ähnlicher Weise hingewiesen.

Wir Freien Wähler sehen im Jahr 2012 drei Schwerpunkte, die zu einer Stabilisierung beziehungsweise einem moderaten Wachstum der Einwohnerzahl führen könnte: Versorgung aller Ortsteile mit Gütern des täglichen Bedarfs, ein familienfreundliches und zielgruppenorientiertes Wohnraummanagement und die Stärkung der Ortskerne.

Versorgung der einzelnen Ortsteile

Schwand erhält mit dem neuen Netto-Markt ein qualitativ sehr gutes Versorgungsangebot. Über die Architektur des Gebäudes werden in der Bevölkerung die unterschiedlichsten Stimmen laut. Auf den vorgelegten Plänen hat der Einkaufsmarkt freundlicher als in der Realität gewirkt. Mit einem Bürgerbus würde sich die Situation besonders in den Außenorten deutlich verbessern.

Die Finanzierung des Dorfladens in Leerstetten ist schwieriger als es sich das die Initiatoren vorgestellt haben. Das liegt sicher auch daran, dass viele Bürgerinnen und Bürger dem Konzept mit Vorbehalten begegnen. Es wäre aber wünschenswert, wenn der Dorfladen eine Chance bekäme, um das Gegenteil zu beweisen. Der Landesentwicklungsplan sieht für Leerstetten ebenfalls die Möglichkeit eines Marktes mit bis 1200m² vor. Das politische Handeln muss in Zukunft noch mehr die bestehenden Einzelhandelsgeschäfte unterstützen. Weiterhin müssen intelligente Versorgungssysteme geschaffen werden, die über das ehrenamtliche Engagement hinausgehen. Das könnten mehr mobile Anbieter, kleinere mobile Märkte, professionelle Liefersysteme oder auch das Internet sein. Die Installation eines Bürgerbusses würde zu einer großen Qualitätsverbesserung in Schwanstetten führen. Das Ziel ist klar: Ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung bis ins hohe Alter! Die Bürgerinnen und Bürger, die nicht mehr mobil sind, müssen möglichst lang in ihren eigenen vier Wänden versorgt werden können.

Familienfreundliches und zielgruppenorientiertes Wohnraummanagement

Die Bereitstellung von qualitativ hochwertigem Wohnraum ist eine der wichtigsten kommunalpolitischen Aufgaben. Die Ansiedlung von jungen Familien ist für eine positive Entwicklung enorm wichtig. Wir Freien Wähler wollen diese Ansiedlung durch ein günstiges Bauland-Modell unterstützen. Einheimische Familien und Familien mit Kindern sollen finanzielle Anreize erhalten, um in Schwanstetten Wohneigentum zu schaffen. Das kann auch bei der Sanierung einer gebrauchten Immobilie erfolgen. Wenn wir Zuzug wollen, müssen wir moderat und sozialverträglich Bauland ausweisen. Im günstigsten Fall müssen diese Flächen im Besitz der Marktgemeinde sein. Wir müssen ebenfalls Anstrengungen unternehmen, um größere familiengerechte Wohnungen zu schaffen. Junge Familien müssen die Möglichkeit haben, in eine Vier-Zimmer-Wohnung zu ziehen.

Die Bevölkerungsentwicklung zeigt eindeutig, dass wir in Schwanstetten mehr seniorengerechten Wohnraum brauchen. Wir müssen diesen Schritt in die Zukunft möglichst schnell angehen und alle gesellschaftlichen Gruppen für diese strategische Zukunftsvorsorge sensibilisieren. Dazu gehört auch der Ausbau der Pflege- und Versorgungssysteme für die ältere Generation. Unser Seniorenbeirat leistet hier vorbildliche Arbeit. In der Zukunft muss das nachbarschaftliche und ehrenamtliche Engagement noch weiter ausgebaut werden. Dabei muss die Marktgemeinde die Aufgaben der Koordination und der professionellen Unterstützung wahrnehmen. Diese Arbeit muss von Fachpersonal durchgeführt werden.

Stärkung der Ortskerne

Die kommunalen Planer hatten in den achtziger Jahren mit der Schaffung des Ortszentrums zwischen Leerstetten und Schwand sehr gute Absichten. Schule, Rathaus, Bauhof, Gemeindehalle, Bücherei, Gaststätten, Frisör, Hotel, Geschäfte sollten eine neue Zentralität schaffen. Aus heutiger Sicht müssen wir meiner Meinung nach folgende Fragen stellen: Wie können wir das Ortszentrum stärken? Müssen wir auch die Ortskerne in Leerstetten und Schwand fördern?

Die Stärkung der Ortskerne schafft Identität. Deshalb sind die Freien Wähler auch der Meinung, dass die Erbschänke „Zum Schwan“ unbedingt erhalten bleiben muss. Wir haben uns hier auch klar positioniert. Der erste Schritt ist die Errichtung eines Jugendzentrums im Bereich des Rathauses. An zweiter Stelle muss die Marktgemeinde Flagge zeigen und den Schwan erhalten. Wir hoffen natürlich, dass sich hier eine privatwirtschaftliche Lösung anbahnt. Und erst dann sollten wir über einen Bau eines Bürgerhauses im Ortszentrum nachdenken.

Die leeren Geschäfte im Ortszentrum bereiten uns große Sorgen. Wir hoffen natürlich, dass sich hier wieder Interessenten finden. Die Marktgemeinde muss auch hier alle politischen Möglichkeiten ausschöpfen, dass hier wieder geschäftliches Leben zurückkehrt. Bevor Überlegungen angestellt werden Ansiedlungen an den Ortsrändern vorzunehmen, sollten wir immer die Ortskerne im Blickfeld haben.

Bei den ganzen Diskussionen sollte aber der Ortskern in Leerstetten nicht vernachlässigt werden. Es wird sich zeigen, ob wir uns über ein Kirchweihkonzept im Altort Leerstetten Gedanken machen müssen. Die traditionellen Gaststätten in Leerstetten, Schwand, Furth, Mittelhembach und Harm sind für unsere Kommunikationsstrukturen enorm wichtig.

Weitere Aufgaben

Wir von den Freien Wählern sehen noch eine Reihe von weiteren wichtigen Handlungsfeldern: Ganztagszug in der Grundschule,  Bau der vierten Krippengruppe in Leerstetten, Qualitätsverbesserungen in der Zusammenarbeit der Kindertagesstätten, Umsetzung der Planung der angedachten Hackschnitzelheizung, eine offensivere Gewerbepolitik, teilweise Verbesserung der ärztlichen Versorgung, eine sensible Vorsorge gegen radikale politische Tendenzen, … die Aufzählung ist mit Sicherheit zum jetzigen Zeitpunkt nicht vollständig …soll aber zur weiteren Diskussion motivieren.

Wir werden unsere politischen Stammtische fortsetzen und dokumentieren unsere Einstellungen zu jeder Zeit im Internet. Wir freuen uns über jede kritische Stellungnahme und freuen uns auf den politischen Dialog und das persönliche Gespräch mit unseren Bürgerinnen und Bürgern.

Schwanstetten braucht Zukunft!

18. August 2012

gez.

Peter Weidner

Fraktionssprecher u. Vorsitzender

Freie Wähler Schwanstetten