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Bericht Neujahrsempfang 2011

So berichtet das Schwabacher Tagblatt (Andreas Hahn) am 27.1.2011:

Freie Wähler und die Sinnfrage

Neujahrsempfang in Schwanstetten mit Ex-Regionalbischof Röhlin als Referent

SCHWANSTETTEN  - Mit dem ehemaligen Nürnberger Regionalbischof und derzeitigen Leiter des Pastoralkollegs Neuendettelsau, Dr. Karl-Heinz Röhlin, hatten die Freien Wähler Schwanstetten einen hochkarätigen Redner für ihren zehnten Neujahrsempfang in der Kulturscheune Leerstetten.

Mit dem ehemaligen Regionalbischof Karl-Heinz Röhlin (3. v. r.) haben die Freien Wähler Schwanstetten einen hochkarätigen Referenten für ihren Neujahrsempfang gewinnen können. Sein Thema: Der Sinn im Leben. Von links: Kreisvorsitzender Hermann Kratzer, Bezirksvorsitzender Walter Schnell, 2.stv. Vors. Richard Hetzelein, Vors. Peter Weidner, Dr. Karl-Heinz Röhlin, Bürgermeister Robert Pfann u. 1.stv.Vors. Jürgen Kremer 

Röhlins Thema: „Der Sinn im Leben.“ Diesen könne jeder nur selbst herausfinden und er unterscheide sich von Person zu Person. Freunde oder Bekannte können den betreffenden Menschen zwar beraten, doch seine Entscheidung nicht abnehmen. Röhlin kam während seines Vortrags immer wieder auf den österreichischen Neurologen und Psychiater Viktor Frankl zu sprechen. Er überlebte drei Konzentrationslager.

Seine erste Frau und seine Eltern wurden von den Nazis ermordet. Trotzdem konnten ihn diese Erfahrungen nicht brechen. Sein Credo war zu glauben, dass das Leben Sinn birgt, unter allen Umständen und in allen Situationen.

Kostbar und wertvoll

Nach seinem Konzept hat das Leben unter anderem eine leibliche, eine seelische und eine geistige Dimension. Der Mensch hat physiologische Bedürfnisse, aber auch ein Bedürfnis nach Sicherheit, Zugehörigkeit und Liebe. Aufgrund der Tatsache, dass das Leben zeitlich begrenzt ist, werde die Sinnfrage umso dringlicher. Jeder Tag sei daher kostbar und wertvoll.

Die Sinnfindung im Leben hänge auch von drei Wertkategorien ab. Dazu zählten die Erlebniswerte, die schöpferischen Werte und die Einstellungswerte. Aktiv und schöpferisch zu sein, das heißt, etwas in die Welt hineinzugeben. Das sei zwar positiv, aber als einziges Lebensprinzip zu wenig und gefährlich. Selbst im Leiden hat nach Viktor Frankl der Mensch einen kleinen Spielraum der Freiheit.


Röhlin erklärte, es gebe immer einen Ausweg. Wenn zum Beispiel ein Jugendlicher Liebeskummer hat, ist es nicht sinnvoll, diesen klein zu reden oder zu bagatellisieren. Das Problem sollte ernst genommen werden und es gilt zu helfen, den Blick nach vorne zu richten. Entscheidungen für das eigene Leben zu treffen, spielten eine große Rolle. Letztendlich weiß niemand, ob eine einmal getroffene wichtige Entscheidung auch die richtige war. Unter Umständen müsse man auch den Mut haben, einen einmal getroffenen Entschluss zu revidieren.

Einseitige Rettungsschirme

Der Vorsitzende des Kreisverbands Roth der Freien Wähler, Hermann Kratzer, erklärte, dass im Jahr 2011 große Herausforderungen warten, „da die Wettbewerbsverzerrer und Wirtschaftsspekulanten ihre Macht ausspielen werden“. Er forderte unter anderem, dass sich die Politikkultur ändern muss. Für Banken und andere populäre Branchen seien in der Wirtschaftskrise riesengroße Rettungsschirme aufgespannt worden. „Wer aber hilft im Moment den Landwirten, die erhebliche Einbußen wegen des Dioxinskandals hinnehmen müssen“, fragte Kratzer.

Der Bürgermeister von Schwanstetten, Robert Pfann, lobte, dass es den Freien Wählern Schwanstetten immer wieder gelinge, hochkarätige Redner einzuladen. Er erklärte, dass Politiker ab einer gewissen Stufe in der Hierarchie Gefahr liefen, ihre Bodenhaftung zu verlieren. Kommunalpolitiker hätten jedoch ein Pfund, mit dem sie wuchern können: „Sie sind vielfach im Ehrenamt engagiert und besonders vom Ehrenamt lebt die Gesellschaft.“

Ein weiteres Grußwort sprach Walter Schnell, Bürgermeister von Kammerstein und Vorsitzender des Bezirksverbands Mittelfranken der Freien Wähler. Er erklärte, dass er bewegt sei von den Protesten um das Projekt „Stuttgart 21“. Dort kam auch der Begriff des „Wutbürgers“ auf. Schnell selbst wünscht sich für 2011, dass der Wutbürger zum Mutbürger wird. Dieser soll sich einmischen und Fragen stellen, ob Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke, oder ob Deutschland einen Krieg in Afghanistan braucht.

Imbiss mit Klavier

Zum Abschluss des Empfangs überreichte der Marktgemeinderat und stellvertretende Vorsitzende der Freien Wähler Schwanstetten, Richard Hetzelein, Geschenke an Dr. Karl-Heinz Röhlin und darüber hinaus an zahlreiche Helferinnen und Helfer, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten.

Anschließend luden die Freien Wähler alle Gäste zu einem gemeinsamen Imbiss in die Kulturscheune Leerstetten ein. Während des Empfangs sorgte Sergej Parparov am Klavier für die musikalische Unterhaltung.

Andreas Hahn, Schwabacher Tagblatt