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Klassenschülerzahlen

Zum Schuljahresbeginn an Bayerischen Schulen 2007/08: Übergroße Klassen bleiben Schulalltag

FW: Maximal 25 Kinder pro Klasse, dem Beispiel Österreich folgen

ROTH  - Die Freien Wähler sehen die Probleme an Bayerischen Schulen auch im kommenden Schuljahr nicht gelöst. Dies war die ernüchternde Bilanz eines Meinungsaustausches im Rahmen der jüngsten Kreisvorstandssitzung der Freien Wähler im Landkreis Roth.

Die Klassenschülerzahl konnte in den Realschulen und Gymnasien nicht gesenkt werden. Allein an den Grundschulen dürften wieder rund 5.000 Klassen, also jede vierte, mit über 25 Kindern besetzt sein, außerdem rund 2.000 Hauptschulklassen. Dabei ist gerade hier eine möglichst individuelle Betreuung in kleineren Klassen entscheidend für die Zukunft der Kinder hieß es in der Kreisvorstandssitzung der Freien Wähler.

Es ist auch nicht hinnehmbar, dass die 180.000 Unterschriften der Elterninitiative für mehr Lehrer von der CSU einfach vom Tisch gewischt wurden, so FW-Kreisvorsitzender Walter Schnell aus Kammerstein. Peter Weidner, stv. Kreisvorsitzender aus Schwanstetten:“ Die positiven Effekte kleiner Klassen sind eigentlich unbestritten, nur die CSU-Bildungspolitik negiere dies, um einerseits die hausgemachten Probleme, die zur Lehrerknappheit führten zu vertuschen und zum zweiten, um auf dem Rücken der Kinder Sparpolitik betreiben zu können“.

Lehrer können sich in kleineren Klassen stärker einzelnen Schülern zuwenden, und Schüler nehmen häufiger aktiv am Unterricht teil, ergänzt die stv. Rother Bürgermeisterin Elisabeth Bieber. Schüler können sich in kleineren Klassen besser auf den Unterricht konzentrieren, was dem Lernklima nutzt und auch die Nerven der Lehrer schont. Immer mehr Lehrer scheiden vorzeitig aus dem Dienst, weil sie ausgebrannt sind, erläuterte stv. Landrat Walter Schnell.

Vorbild in der Bildungspolitik könnte nach Meinung der FW-Kreisvorstandschaft unser Nachbarland Österreich sein. Dort geht man mit gutem Beispiel voran und hat in Wien und Niederösterreich im Pflichtschulgesetz die Klassenschülerzahl auf maximal 25 Kinder begrenzt und die Mindestschülerzahl auf zehn Schüler pro Klasse abgesenkt, so Walter Schnell weiter. Mit ein paar Millionen Euro aus dem unsinnigen Transrapid-Projekt in München ließe sich in der bayerischen Schullandschaft viel Positives bewegen.

Bürgermeister und stv. Kreisvorsitzender Thomas Schneider aus Röttenbach: „Wir geben uns mit den lauwarmen Aussagen der Staatsregierung nicht zufrieden, die Klassenstärken irgendwann mal auf 33 oder 34 zu bringen. Wir brauchen sofort bessere Lernbedingungen“.

Im Mittelpunkt der Schulpolitik müsse nach Meinung der Freien Wähler der Schüler stehen. Die Freien Wähler sprechen sich auch für eine wohnortnahe Schule aus. Walter Schnell: „Unser Motto heißt kurze Beine = kurze Wege“. Für dringend reformbedürftig halten die Freien Wähler die Lehrerausbildung in Bayern. Bürgermeister Helmut Bauz: „Eine moderne und zukunftsfähige Schule braucht auch hervorragend ausgebildete Lehrkräfte.

Kontakt:
Walter Schnell
Kammerstein
09122/3939 (p)
09122/925515 (d)